Visuelle Eindrücke von der Stadtkirche in Schorndorf

Presseartikel

ZVW, 2012-09-21
Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement vor allem im Kirchbauverein und beim Gesangverein „Harmonie“

Schorndorf. Das hat sich Karl-Heinz Votteler nicht nehmen lassen: An seiner eigenen Bundesverdienstkreuzverleihung hat er „seinen“ Gesangverein Harmonie verstärkt, der ihm zu Ehren gesungen hat. Und für den er sich ehrenamtlich genauso stark engagiert, wie er das viele Jahre lang im Kirchbauverein für die Stadtkirche getan hat.

„Ohne Ihren Einsatz wären die wichtigen und teilweise sehr aufwendigen Sanierungsmaßnahmen nicht möglich gewesen“, lobte Oberbürgermeister Matthias Klopfer und erinnerte daran, dass zwischen dem Gründungsjahr 1995 und 2008, als Votteler Vorsitzender des Kirchbauvereins war, nicht nur das Spendenziel von einer halben Million Euro erreicht worden, sondern dass es auch noch gelungen sei, zusätzliche 170 000 Euro für die Beschaffung von drei weiteren Kirchenglocken zu sammeln. Außer vielen Privatspenden haben dazu auch von Votteler initiierte Benefizveranstaltungen wie ein Konzert mit Ivan Rebroff und die damals noch ungewöhnliche Idee, den Bauzaun rund um die Stadtkirche als Werbefläche zu vermarkten, beigetragen.

Pfarrerin Dorothee Eisrich sprach in ihrem Grußwort von der „Methode Votteler“, die so funktioniere: in kurzer Zeit mit effizientem Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu erzielen. Und dafür habe sich Votteler auch nicht gescheut, sogar bei seiner eigenen Geburtstagsfeier Eintritt zu verlangen. Die Stadtkirchenpfarrerin würdigte den langjährigen Vorsitzenden des Kirchbauvereins als einen „Mann der genauen Zahlen und der Großzügigkeit“, als einen engagierten Christen, der über seine eigene kleine Gemeinde, die Adventisten, hinausdenke und der sich über all die Jahre hinweg seine freundliche und knitze Art bewahrt habe.

Zurück zum Oberbürgermeister, der in seiner Laudatio deutlich machte, dass sich das ehrenamtliche Engagement Vottelers, für das er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, keineswegs auf den Kirchbauverein beschränkt hat. In den Bund der Selbstständigen habe er nicht nur seine Kenntnisse als Steuerberater eingebracht, sondern sich um die Verleihung des „Schafferpreises“ und die Einführung des damit verbundenen „Schaffermahls“ verdient gemacht. Darüber hinaus sei Votteler auch Initiator und Spendensammler für das Glockenspiel im Rathausturm gewesen, das 1992 der Stadt vom BdS geschenkt worden sei. Klopfer entschuldigte sich in diesem Zusammenhang dafür, dass das Glockenspiel derzeit nicht erklingt, weil es defekt ist. Die Reparatur sei aber bereits veranlasst und er, Votteler, sei dann zum Aussuchen der passenden Lieder eingeladen.

„Sie gehören wirklich zu den Fleißigen und Engagierten in Schorndorf“, stellte Matthias Klopfer mit Blick darauf fest, was Karl-Heinz Votteler in der Nachfolge seines Vaters, der auch schon Vorsitzender des Vereins war, alles für den Gesangverein „Harmonie“ getan hat. Angefangen von der Betreuung des vereinseigenen Hauses mitsamt der Gaststätte „Harmonie“ bis hin zu seinen Führungsämtern, in denen er sich um Chorleiterwechsel genauso gekümmert habe wie um die Partnerschaft mit dem italienischen Chor aus Sandrigo.

Der Sanierer des ASV Bauknecht

Damit aber noch nicht genug des ehrenamtlichen Engagements von Karl-Heinz Votteler. Beim ASV Bauknecht war er von 1984 bis 1990 Hauptkassier und hat sich, so Klopfer, „in vorbildlicher Weise um die Finanzen des Vereins gekümmert“. Mit menschlichem und fachlichem Geschick sei er maßgeblich daran beteiligt gewesen, die Entschuldung des Vereins voranzutreiben. Und schließlich unterstütze er als förderndes Mitglied auch seit vielen Jahren die 1. Schorndorfer Musik- und Tanzvereinigung.

Mit dem Bundesverdienstkreuz würden Menschen gewürdigt, die sich über viele Jahre hinweg mit ihrer Zeit, mit Kraft und Geduld und mit ihrem Geschick und ihrer jeweiligen Begabung für das Wohl der Gemeinschaft einsetzen, ohne selbst Ansprüche zu erheben, sagte der Oberbürgermeister. Über die persönliche Würdigung hinaus aber schaffe diese Auszeichnung auch ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit für ehrenamtliches Engagement, das unabdingbar sei, weil der Staat zwar sehr viel Verantwortung für seine Bürger übernehme, aber „nicht alles machen“ könne. Und dann brauche es Menschen wie Karl-Heinz Votteler, der das Ehrenamt über Jahrzehnte vorbildlich gelebt habe. Unterstützt von seiner Frau, bei der sich Matthias Klopfer im Anschluss an die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes mit einem Blumenstrauß bedankte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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